Vorsicht ! In diesen Lebensmitteln steckt Alkohol

Hallo Hero´s und Mami´s,

wir haben dieses mal in unserem Ratgeber ein wichtiges Thema bezüglich Alkohol in Lebensmittel für Euch und zeigen, worauf Ihr achtet solltet.

Quelle: Bernard Bailly / Fotolia.com

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Läuft man durch die Gänge des Supermarktes, so lachen uns und unsere Kids die tollsten Produkte an. Doch hier ist tatsächlich vorsicht geboten. Denn nicht überall wo Alkoholfrei drauf steht bedeutet dies, dass die Sachen auch ohne Alkohol sind. Das schlimme an der Sache ist nämlich, in Deutschland beginnt die Kennzeichnungspflicht für Alkohol erst ab einem Gehalt von 1,2 Prozent.

Noch undurchsichtiger ist es bei Lebensmitteln, bei denen der Alkohol nur als Hilfsmittel oder Trägerstoff (z.B. Lösemittel für verschiedene Aromen) dient. Denn hier muss er nichtmals auf der Liste mit den Zutaten erwähnt werden.

Geht man jetzt davon aus, dass in vielen Kinderprodukten und Fertiggerichten Alkohol versteckt ist, so ist das gerade für Kleinkinder nicht schön. Diese werden nämlich dadurch an den Geschmack gewöhnt. Also ist nichtmals die schädliche Wirkung das große Problem.

Laut den Herstellern wird dieser nur zur Konservierung verwendet, doch Ernährungsexperten bezweifeln dies stark. Diese fordern eine klare Kennzeichnungspflicht auf der Vorderseite von Verpackungen. Gerae bei Kinder-Produkten sehen auch wir von Daddyhero eine klare Sinnhaftigkeit.

Hier mal eine kleine Beispielliste mit Produkten in denen Alkohol enthalten, aber nicht gekennzeichnet ist:

  • Malztrunk/Malzbier: ca. 0,5%
  • Kinder Pingui Schoko: 0,22%
  • Kinder Maxi King: 0,18%
  • Kinder Bueno: 0,9 Gramm je Kilo
  • Fruchtsäfte wie z.B. Apfelsaft 0,2% oder gar Traubensaft darf bis zu 1% Alk haben
  • Du Darfst Fertiggerichte: 0,2 – 0,5 Gramm je gericht

Bis vor nicht all zu langer Zeit, war soger ein Gehalt von 0,22% in der Kinder Milchschnitte enthalten.

Hier nun eine kleine Beispielliste mit Produkten in denen Alkohol enthalten und gekennzeichnet ist, aber man nicht wirklich darauf achtet:

  • Nestle Yes Törtchen: Kakao 0,24% – Karamel 0,25%no-alkohol02
  • Neste Bärensnack: 0,69%
  • Milka Tender: Nut & Schoko 0,27%
  • Firenze Karamell Verführung (Lidl): Alk enthalten
  • Bahlsen Comtess Zitronenkuchen (Rewe): Alk enthalten
  • 7 Day Mini-Croissant (Kaufland): Alk enthalten
  • Rum-Traube-Nuss Schokolade: 0,27%
  • Gusparo Rulade Nassiola (real): Alk enthalten

Besondere Vorsicht ist bei Fertigsuppen (Kaltschale, Fisch-, Zwiebel-, Ochsenschwanzsuppe) geboten: Hier kann Gin, Madeira, Wein, Cognac, Sherry oder Weinbrand enthalten sein. Auch Fertigsoßen (Chili-, Schokoladen, Worcester, Teufelssoße) können mit Alkohol (Calvados, Gin, Rum, Wein, Whiskey, Brandwein) versetzt sein.

Nahrungsmittel, die von Natur aus Alkohol enthalten,  z.B. wegen eines Gärungsprozesses, müssen leider auch nicht als alkoholhaltig gekennzeichnet sein. Dazu gehören Kefir, Fruchtsäfte oder Sauerkraut.

Weiterhin steckt in vielen anderen Produkten bei denen man es nicht unbedingt vermutet Alkohol. Unter anderem wären dies:

  • in Konfitüren können Kirschwasser, Rum, Marillenschnaps oder Amaretto versteckt sein kann
  • in Speisequarkgerichtn kann Eierlikör, Himbeergeist, Rum, Kirschwasser oder Wein stecken
  • in Gewürzkuchen ist oft Weinbrand, Likör oder Grappa
  • in Speiseeis (Schokoladen-, Marzipan-, Malaga-, Tiramisu-, Nougat-, Schwarzwälder-Kirscheis) kann Amaretto, Calvados, Cognac, Rum, Eierlikör und Kirschwasser enthalten sein
  • ebenso in Marzipan, Weingummis und Baumkuchen kann Alkohol drin sein

Darauf solltest Du achten:

  1. In Schokoladenfüllungen steckt oft Alkohol (Z.B. Rumkügeln oder Trüffel), am besten von Kindern fern halten.
  2. In Cafés, an Theken und Restaurants immer nach den Inhaltsstoffen bzw. genau nach Zugabe von Alkohol fragen.
  3. Achtet auf die E-Nummern !! E 334 = Weinsäure, E 1519 = Benzylalkohol oder Phenylmethanol
  4. Lest bitte IMMER die Zutatenliste auf Verpackungen. Ist wenig Alkohol enthalten, dann stehen die Zusätze meist in der Mitte oder am Ende und sind zu erkennen an E-Nummern oder ganz banal als Ethylalkohol, Äthylalkohol, Ethanol und Äthanol gekennzeichnet
  5. Fertigkuchen meiden. Hier dann falls doch eingekauft direkt nach dem öffnen daran riechen, dann erkennt man noch am besten den Alkoholgeruch
Quelle: foodwatch.org

Quelle: foodwatch.org

Schon seit einigen Jahren fordert Foodwatch eine gesetzliche Änderung der Kennzeichnungspflicht. In anderen Ländern wird dies schon praktiziert, so wie in England z.B.: Dort wird Bier, welches bei uns als „alkoholfrei“ gekennzeichnet wird (bis zu 0,5 % Alkohol), nicht als „alcohol free“, sondern als low alcohol (auf deutsch: alkoholreduziert) gekennzeichnet.

Also bitte aufpassen, wir müssen unsere kleinen Schätze ja nicht jetzt schon an den Geschmack von Alkohol gewöhnen !

daddyhero

ist 34 und der Papa von Lex, geboren 2012. Kommt aus Kaiserslautern, wohnt mittlerweile in Bayern an der Grenze zu Hessen. Arbeitet in der Mobilfunkbranche und genießt jede Minute die er mit seinem Sohn verbringen kann. Entspannt am besten bei einem guten Film auf der Couch, beim Fußball vorm TV oder im Stadion.

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