Allgemein,  Ratgeber

Krebserregende Stoffe in Baby Bio-Tee – WISO

Das ZDF-Verbrauchermagazin „WISO“ hat eine Reihe von Babytees untersuchen lassen. Das Ergebnis: In vier von insgesamt 19 untersuchten Teesorten konnten KrebserregendeStoffe nachgewiesen werden. Die Hersteller haben die belasteten Chargen mittlerweile aus dem Handel genommen.

Einige Babytees sind mit krebserregenden Pflanzengiften belastet. Dies ist das Ergebnis einer Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins „WISO“. In vier von insgesamt 19 Kräuter-Babytees konnten so genannte Pyrrolizidinalkaloide (PAs) nachgewiesen werden – teilweise in sehr hohen Mengen. Laut Aussage des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) kann dieses Pflanzengift den Organismus schädigen und bei langer und hoher Dosierung Lebertumore verursachen. Die ausführlichen Ergebnisse präsentiert WISO-Moderatorin Sarah Tacke am Montag, 3. November, 19.25 Uhr, im ZDF.

„WISO“ hatte 19 Kräutertees für Babys aus dem Lebensmittelhandel, vom Discounter, aus Apotheken und Drogerien in einem unabhängigen Labor testen lassen. Mit Abstand am stärksten mit PA belastet sind der Sonnen-Kind-Babytee von Sonnentor und der Baby-Kräuter-Tee von Alnatura – beides Bio-Produkte. Beide Firmen haben die belastete Charge zwischenzeitlich aus dem Handel genommen. Zusätzlich ruft das Unternehmen Sonnentor die betroffene Ware zurück.

Foto: ZDF/Michael Garrett
Foto: ZDF/Michael Garrett

Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind gesundheitlich gefährdet. Der Körper von Kindern schwemmt das Pflanzengift nicht aus, sondern speichert es. Deshalb sei für sie das Risiko zu erkranken zehn- bis hundertfach höher als bei Erwachsenen, erläutert Pflanzengift-Experte Dr. Helmut Wiedenfeld von der Universität Bonn in „WISO“.

Bereits im Sommer 2013 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung in einzelnen Tees hohe PA-Werte ermittelt. Obwohl auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren vor den gefährlichen Langzeitfolgen dieses Stoffes selbst bei niedriger Dosierung warnt, gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte. Stattdessen gilt für Hersteller lediglich die Empfehlung, ihre Erntepraxis zu kontrollieren und international anerkannte Höchstmengen nicht zu überschreiten. Die Pyrrolizidinalkaloide befinden sich nicht in den Teekräutern selbst, sondern in Pflanzen wie dem Jakobskreuzkraut, die als Unkraut zwischen den Teekräutern wachsen und leicht in die Ernte gelangen.

Quelle: ots

ist 35 und der Papa von Lex, geboren 2012. Kommt aus Kaiserslautern, wohnt mittlerweile in Bayern an der Grenze zu Hessen. Arbeitet in der Mobilfunkbranche und genießt jede Minute die er mit seinem Sohn verbringen kann. Entspannt am besten bei einem guten Film auf der Couch, beim Fußball im TV oder im Stadion.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere