„Räum bitte dein Zimmer auf.“

„Ja.“

Und was passiert?

Nichts.

Also nochmal:

„Hast du dein Zimmer aufgeräumt?“

„Ja.“

Man schaut ins Zimmer.

Nein.

Kennt ihr?

Ich glaube, es gibt kaum eine Familie mit Kindern, in der dieses kleine Spiel nicht irgendwann zum festen Bestandteil des Familienalltags gehört. Hausaufgaben, Zimmer aufräumen, Müll rausbringen, Tisch abräumen, Zähne putzen, Schulsachen packen…

Und irgendwann steht man als Eltern da und fragt sich:

Warum muss ich eigentlich jeden einzelnen Tag dieselben Dinge erklären?

Bei mir kam irgendwann noch eine andere Frage dazu:

Kann man das nicht irgendwie besser lösen?

Und wenn man IT-Leiter ist, seit Jahren Websites und Apps baut und zusätzlich noch den Papa-Blog daddyhero betreibt, passiert manchmal etwas Gefährliches.

Man fängt an, selbst etwas zu programmieren. 😂

Und genau so ist FAMPOINTS entstanden.

Ja, ich gebe es direkt zu:

FAMPOINTS ist meine eigene App.

Ich bin Dirk, aka daddyhero, und hinter FAMPOINTS steckt tatsächlich keine große Agentur, kein Start-up mit 27 Mitarbeitern und auch kein Investor, der mir irgendwann erklärt hat, dass „Gamification“ gerade total angesagt ist.

Es war zunächst einfach eine Idee, die ich als Papa hatte.

Eine Idee aus dem ganz normalen Familienwahnsinn.

Und irgendwann dachte ich:

Dann programmier das Ding halt selbst.

Gesagt, getan.


Von der nervigen Aufgabe zum kleinen Spiel

Die Grundidee von FAMPOINTS ist eigentlich erstaunlich simpel:

Kinder erledigen Aufgaben, sammeln dafür XP und Punkte und können die Punkte anschließend gegen vorher festgelegte Belohnungen eintauschen.

Und bevor jetzt jemand „Bestechung!“ ruft:

Ja.

Ein bisschen.

Aber ehrlich gesagt machen wir Eltern das doch sowieso. 😉

Nur eben meistens völlig unstrukturiert.

Bei FAMPOINTS legen Eltern Aufgaben für ihre Kinder an.

Das kann etwas sein, das jeden Tag erledigt werden soll, beispielsweise:

🧹 Zimmer aufräumen
🗑️ Müll rausbringen
📚 Hausaufgaben machen
🪥 Zähne putzen
🍽️ Beim Tisch helfen

Man kann Aufgaben aus Vorlagen übernehmen oder eigene Aufgaben erstellen.

Dazu legt man fest, wie viele XP und wie viele Punkte es dafür gibt.

Und dann passiert etwas, das ich an der Idee tatsächlich ziemlich clever finde:

Die Eltern müssen nicht mehr ständig erzählen, was heute zu tun ist.

Das Kind sieht die Aufgaben selbst in der App.

Und genau das war einer der Gedanken hinter FAMPOINTS.

Nicht noch ein digitales Tool, das Eltern zusätzlich verwalten müssen, sondern möglichst etwas, das einen kleinen Teil des täglichen „Mach doch endlich mal…“ übernimmt.

Denn manchmal geht es gar nicht darum, dass Kinder etwas nicht machen wollen.

Manchmal haben sie schlicht keinen Bock darauf, dass Mama oder Papa zum 47. Mal sagt:

„Lenny, hast du…“

Ihr wisst, wie der Satz weitergeht. 😅


Warum ich überhaupt angefangen habe, FAMPOINTS zu bauen

Die Idee hinter der App war für mich nie:

„Ich brauche unbedingt noch ein eigenes App-Projekt.“

Davon habe ich ehrlich gesagt schon genug. 😅

Es war vielmehr dieses typische Papa-Ding.

Man erlebt etwas immer wieder.

Man nervt sich darüber.

Man denkt darüber nach, wie es besser funktionieren könnte.

Und irgendwann sitzt man am Rechner und denkt:

Okay. Dann baue ich es eben selbst.

Genau das liebe ich an meinem Job und an meinen eigenen Projekten.

Ich kann eine Idee haben und muss nicht erst zehn Leute fragen, ob daraus vielleicht irgendwann einmal etwas werden könnte.

Ich kann mich hinsetzen, planen, programmieren, testen, wieder alles umwerfen und irgendwann eine funktionierende App daraus machen.

Und bei FAMPOINTS kam noch etwas dazu:

Ich wollte keine App bauen, die Kindern einfach nur irgendwelche Aufgaben auf den Bildschirm klatscht.

Ich wollte, dass sich das Ganze ein bisschen wie ein Spiel anfühlt.

Deshalb gibt es XP.

Deshalb gibt es Level.

Deshalb gibt es die Figuren.

Und deshalb entwickelt sich der eigene Begleiter mit.


Der kleine Trick mit dem Foto

Jetzt kommt der Teil, bei dem ich als Papa erstmal dachte:

Okay, das könnte tatsächlich Diskussionen vermeiden.

Bei einer Aufgabe kann ein Foto-Nachweis aktiviert werden.

Das Kind erledigt beispielsweise „Zimmer aufräumen“, tippt die Aufgabe an und macht direkt aus der App heraus ein Foto.

fampoints Aufgaben

Fertig.

Die Eltern bekommen den Nachweis und können ihn bestätigen.

Oder eben nachfragen.

Damit fällt zumindest eine der klassischen Familiendiskussionen weg:

„Hab ich doch gemacht!“

„Nein, hast du nicht!“

„Doch!“

„Dann zeig mal.“

„…“

😂

Das Foto ersetzt dabei natürlich nicht die elterliche Entscheidung. Es ist einfach ein Nachweis, den man sich anschauen kann.

Und genau deshalb gefällt mir der Ansatz besser als ein System, bei dem Kinder für jede Kleinigkeit irgendwelche Minuspunkte kassieren.


XP sind nicht gleich Punkte

FAMPOINTS trennt zwei Dinge voneinander:

XP und Punkte.

XP sind für den Fortschritt des Kindes beziehungsweise des Begleiters gedacht.

Die Punkte sind die Währung, die später eingelöst werden kann.

Das erinnert natürlich ein bisschen an Computerspiele.

Und genau das ist auch gewollt.

Denn Kinder verstehen Spiele meistens verdammt schnell.

Man sammelt Erfahrung.

Man steigt auf.

Die eigene Figur entwickelt sich weiter.

Und plötzlich ist „Müll rausbringen“ nicht mehr nur „Müll rausbringen“.

Es bringt XP.

Und Punkte.

Und der kleine Begleiter wächst.


Neun Figuren und fünf Entwicklungsstufen

Damit das Ganze nicht einfach wie eine Excel-Tabelle mit bunten Buttons aussieht, gibt es bei FAMPOINTS einen kleinen Begleiter.

Zur Auswahl stehen neun verschiedene Figuren.

Drache, Katze, Hund, Robo, Alpaka, Axolotl, Greif, Astronaut und Einhorn.

Die Figuren entwickeln sich über mehrere Stufen weiter.

Und sie reagieren außerdem auf Dinge wie Energie, Laune und Hunger.

Das war für mich ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung.

Ich wollte nicht einfach nur eine Zahl hochzählen lassen.

Das Kind soll das Gefühl haben:

Das ist mein Begleiter.

Und der entwickelt sich mit meinem Fortschritt.


Und was gibt es für die Punkte?

Hier wird es für uns Eltern interessant.

Denn die Punkte können später gegen Belohnungen eingelöst werden.

Zum Beispiel:

📱 Bildschirmzeit
💶 Taschengeld
🍕 Wunschessen
🛏️ später ins Bett
🎢 einen Ausflug

Die Eltern bestimmen selbst, was ein Punkt wert ist.

Vielleicht sind bei euch 100 Punkte 30 Minuten zusätzliche Bildschirmzeit.

Oder 50 Cent.

Oder 100 Punkte sind irgendwann genug für einen gemeinsamen Kinobesuch.

Das System lässt sich damit ziemlich gut an die eigene Familie anpassen.

Und wer keinen Belohnungs-Shop möchte, kann FAMPOINTS auch ohne diesen nutzen und sich einfach auf Aufgaben und den Begleiter konzentrieren.


Was mir besonders wichtig war: keine Minuspunkte

Das war tatsächlich eine bewusste Entscheidung bei der Entwicklung.

Das System arbeitet nicht nach dem Prinzip:

„Du hast dein Zimmer nicht aufgeräumt, deshalb bekommst du 10 Punkte abgezogen.“

Es gibt keine roten Warnungen und keine Minuspunkte.

Der Begleiter wird höchstens müde.

Ich wollte bewusst nicht, dass daraus ein Bestrafungssystem wird.

Denn gerade bei Kindern kann aus einem eigentlich einfachen Belohnungssystem schnell ein ziemlich unangenehmes Punktesystem werden.

FAMPOINTS geht deshalb einen anderen Weg:

Du bekommst etwas für das, was du erledigst.

Nicht:

Du wirst bestraft für das, was du nicht erledigst.


Und was ist mit den Daten der Kinder?

Wenn ich eine App für Familien und Kinder selbst entwickle, ist das für mich natürlich ein Thema, das ich nicht einfach ignorieren kann.

Vor allem dann, wenn Fotos als Aufgabennachweis genutzt werden können.

Deshalb war für mich von Anfang an wichtig, möglichst sparsam mit Daten umzugehen.

Die Server stehen in Deutschland.

Es gibt keine Werbung und keine Weitergabe der Daten an Dritte zu deren Werbezwecken.

Und auch bei den Fotos habe ich bewusst eine automatische Löschung eingebaut:

Ein hochgeladenes Foto wird 48 Stunden nach der Bestätigung automatisch gelöscht.

Zusätzlich werden beim Hochladen die EXIF-Daten entfernt.

Die Kinder brauchen außerdem kein eigenes Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort.

Sie treten über einen Code bei, den die Eltern bereitstellen.

Das sind vielleicht keine Funktionen, die man auf den ersten Blick in einem App-Store-Screenshot sieht.

Für mich als Papa und Entwickler waren sie aber wichtig.


Funktioniert das auch mit mehreren Kindern?

Ja.

Und genau das war natürlich auch ein Punkt, den ich als Papa nicht ignorieren konnte.

Denn wenn man mehrere Kinder hat, braucht man nicht drei verschiedene Systeme.

In der kostenlosen Version können zwei Kinder angelegt werden.

Der Elternbereich ist über eine PIN geschützt und jedes Kind hat sein eigenes Profil.

Wenn beide Eltern mitmachen möchten, können sie miteinander verbunden werden und greifen dann auf dieselben Kinder, Aufgaben und Punktestände zu.

Denn nichts ist nerviger als ein System, bei dem Mama irgendwas eingetragen hat und Papa davon nichts weiß.

Dann sind wir nämlich wieder bei:

„Aber Mama hat gesagt…“

Und spätestens da wissen wir alle, wie diese Geschichte endet. 😂


Was kostet FAMPOINTS?

Ich wollte von Anfang an, dass man die App ausprobieren kann, ohne dafür direkt Geld bezahlen zu müssen.

Deshalb gibt es eine kostenlose Version.

0 Euro.

Darin enthalten sind unter anderem:

• bis zu zwei Kinder
• Tagesaufgaben
• Foto-Nachweise
• drei Figuren
• PIN-Trennung
• Wochengrenze
• gemeinsames Familienziel
• Erinnerungen und Wochenrückblick

Wer mehr möchte, kann auf die Pro-Version wechseln.

Die kostet aktuell 2,99 Euro im Monat beziehungsweise 29,99 Euro im Jahr.

Alternativ gibt es eine einmalige Option für 59,99 Euro.

Damit kommen unter anderem bis zu 20 Kinder, der Belohnungs-Shop, alle neun Figuren sowie Wochen- und Monatsaufgaben dazu.


Aber braucht man dafür wirklich noch eine App?

Das ist natürlich die entscheidende Frage.

Denn theoretisch kann man Aufgaben auch auf einen Zettel schreiben.

Oder auf ein Whiteboard.

Oder in eine Excel-Tabelle.

Oder man ruft einfach 14-mal am Tag:

„RÄUM DEIN ZIMMER AUF!“

Die letzte Variante haben vermutlich viele Eltern bereits erfolgreich getestet. 😅

Der Unterschied bei FAMPOINTS ist für mich aber ein anderer:

Das System nimmt die Diskussion ein Stück weit aus der direkten Eltern-Kind-Beziehung.

Die Aufgabe steht da.

Das Kind weiß, was ansteht.

Die Belohnung ist vorher festgelegt.

Die Eltern bestätigen.

Fertig.

Damit wird aus einem ständigen „Mach endlich!“ ein kleines System, das im Hintergrund läuft.

Und genau darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von FAMPOINTS.


Und ja, das ist mein persönliches Herzensprojekt

Ich habe über daddyhero schon ziemlich viele Produkte getestet.

Spiele, Technik, Kinderprodukte, Familienausflüge und jede Menge Zeug, das irgendwann bei uns zu Hause herumliegt.

Aber FAMPOINTS ist diesmal etwas anderes.

Ich bin nicht nur der Papa, der darüber schreibt.

Ich bin derjenige, der die App gebaut hat.

Dirk.

Daddyhero.

Papa von drei Kindern.

IT-Mensch.

Und vermutlich jemand, der viel zu oft denkt:

„Das müsste doch eigentlich auch einfacher gehen.“

FAMPOINTS ist genau aus diesem Gedanken entstanden.

Und deshalb bin ich natürlich besonders gespannt darauf, was andere Familien daraus machen.

Denn eine App kann man programmieren.

Aber ob sie im echten Familienalltag funktioniert?

Das zeigt sich erst, wenn echte Familien sie benutzen.


Mein Fazit als Papa und Entwickler

Ich finde den Gedanken hinter FAMPOINTS ziemlich spannend.

Nicht weil ich glaube, dass eine App plötzlich dafür sorgt, dass Kinder freiwillig begeistert ihr Zimmer putzen.

Das wäre dann doch ein bisschen zu schön. 😂

Aber weil FAMPOINTS versucht, etwas zu lösen, das bei uns Eltern jeden Tag aufs Neue auftaucht:

Aufgaben müssen erledigt werden.

Und wenn man daraus ein kleines Spiel macht, mit sichtbarem Fortschritt, einer eigenen Figur und selbst gewählten Belohnungen, kann das für manche Kinder tatsächlich einen zusätzlichen Motivationsschub geben.

Besonders wichtig war mir dabei, dass FAMPOINTS nicht ausschließlich auf Belohnung und Bestrafung setzt.

Es gibt XP für Fortschritt, Punkte zum Einlösen und einen Begleiter, der sich entwickelt.

Und gleichzeitig bleiben die Regeln bei den Eltern.

Wir entscheiden, welche Aufgaben es gibt. Wir entscheiden, wie viele Punkte es dafür gibt und wir entscheiden, wofür diese Punkte eingelöst werden können.

FAMPOINTS ist also keine magische Lösung für das tägliche Familienchaos.

Aber vielleicht ist genau das auch ganz gut so.

Es ist ein Werkzeug.

Ein Werkzeug, das ich als Papa selbst vermisst habe und deshalb irgendwann einfach gebaut habe.

Und wenn dadurch irgendwann ein Kind von alleine ins Wohnzimmer kommt und sagt:

„Papa, ich hab mein Zimmer aufgeräumt. Wo ist mein Handy?“

…dann hat die Digitalisierung vielleicht tatsächlich einmal etwas richtig gemacht. 😂

FAMPOINTS könnt ihr kostenlos ausprobieren:

👉 https://fampoints.de/

Für Apple bereits verfügbar, Android folgt…

Kategorisiert in:

Ratgeber,