Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist für mich so ein Fixpunkt. Ein bisschen wie Klassentreffen, nur mit mehr Plastik, Plüsch und Verpackungen. Neue Trends entdecken, mit Marken sprechen, Dinge anfassen, ausprobieren, einordnen. Genau das, was ich als Vater, Tester und Content Creator liebe.

Dieses Jahr bin ich mit einer ziemlich klaren Erwartung angereist. Offenheit, Austausch, neue Ideen. Am Ende bin ich mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren. Und ja, ein Teil davon war echte Enttäuschung. 😕
Wenn man merkt, dass man eigentlich nicht erwünscht ist
Ich mache daddyhero jetzt nicht erst seit gestern. Ich teste Produkte mit echten Kindern, im echten Alltag. Ich schreibe ehrlich, manchmal begeistert, manchmal kritisch. Genau das, was viele Eltern lesen wollen.
Umso irritierender war es, wie verschlossen sich einige große Namen auf der Messe gegeben haben. Allen voran leider Lego, ZURU, Clementoni und ein paar weitere Stände, die ich bewusst nicht einzeln aufzählen will.
Das Gefühl war überall ähnlich.
Du kommst an den Stand, stellst dich vor, erklärst kurz, was du machst und dann merkst du relativ schnell:
Hier geht es gerade nicht um dich.
Teilweise wurde ziemlich klar signalisiert, dass Presse oder Content Creator nicht gewünscht sind. Händler ja. Einkäufer ja. Große Kunden sowieso. Aber jemand, der ein wenig Reichweite hat, Vertrauen bei Familien genießt und am Ende echte Kaufentscheidungen beeinflusst? Eher nicht. 👎
Ich habe mich dabei mehr als einmal gefragt, ob manche Marken den Wandel immer noch nicht verstanden haben. Eltern informieren sich heute nicht mehr nur über Kataloge oder Hochglanzanzeigen. Sie hören auf echte Erfahrungen. Auf Berichte aus dem Alltag. Genau das liefern Creator und Familienblogs.
Und nein, es geht nicht darum, überall Geschenke abzustauben oder VIP behandelt zu werden. Es geht um Wertschätzung und Gesprächsbereitschaft. Beides habe ich an manchen Ständen schmerzlich vermisst.
Besonders schade, weil genau diese Marken eigentlich profitieren könnten
Gerade bei Marken wie Lego oder ZURU tut das weh. Das sind Produkte, die in fast jedem Kinderzimmer stehen. Über die gesprochen wird. Über die diskutiert wird.
Stattdessen hatte man teilweise das Gefühl, eher zu stören. Oder nicht in das gewünschte Bild zu passen. Das ist schade. Nicht nur für mich, sondern auch für die Marken selbst.
Zum Glück gab es auch positive Beispiele. Und die haben richtig Spaß gemacht 😊
Damit das hier nicht nur nach Meckern klingt, kommen wir zu den Lichtblicken. Und davon gab es zum Glück auch einige.
Tiger Media war für mich ein echtes Vorbild. Offen, interessiert, freundlich. Gespräche auf Augenhöhe. Man hat gemerkt, dass man verstanden wird und dass Content Creator dort als das gesehen werden, was sie sind. Partner, nicht Bittsteller. 👍
Funko ebenfalls. Locker, herzlich, spaßig. Genau die Art von Stand, bei der man gerne hängen bleibt. Austausch, Lachen, Nerdtalk. So muss Messe sein. 🥰



Bei solchen Marken merkst du sofort, dass sie verstanden haben, wie wichtig Community, Content und Authentizität sind. Und ja, das macht dann auch richtig Spaß. Da gehe ich mit einem breiten Grinsen weiter durch die Hallen.
Messe heißt auch Stimmung, Menschen und kleine Begegnungen
Abseits der großen Namen sind es oft die kleineren Gespräche, die hängen bleiben. Kurze Begegnungen, ehrliche Einblicke, spontane Ideen. Genau das liebe ich an der Spielwarenmesse.




















Nicht jeder Stand muss riesig sein. Nicht jeder Auftritt perfekt. Aber Offenheit und echtes Interesse machen so viel aus.
Unterkunft. Wie immer ein Volltreffer 🏨
Ein ganz eigenes Kapitel verdient die Unterkunft. Ich war wieder im A&O Hostel Nürnberg und ganz ehrlich: Für eine Messe in Nürnberg ist das ein absoluter Geheimtipp.
Preislich gerade während der Messezeit fast schon absurd günstig. Sauber, unkompliziert, zentral genug und genau das, was man nach einem langen Messetag braucht. Kein Schnickschnack, kein Stress und morgens ein ausreichendes Frühstück!

Ich habe mittlerweile schon öfter in einem A&O Hostel übernachtet und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Für alle, die Nürnberg zur Messe besuchen und keine Lust auf Mondpreise haben: merken.
Mein Fazit. Zwischen Frust und Motivation
Die Spielwarenmesse Nürnberg bleibt für mich wichtig. Sie bleibt spannend. Aber sie zeigt auch sehr deutlich, wo manche Marken stehen geblieben sind.
Content Creator, Familienblogs und echte Alltagstests sind kein Trend mehr. Sie sind Realität. Wer das ignoriert, verschenkt Potenzial.
Zum Glück gibt es Marken, die es verstanden haben. Die Lust auf Austausch haben. Die Spaß an neuen Wegen haben. Und genau mit denen arbeite ich auch in Zukunft am liebsten zusammen.
Ich bin trotzdem gern dort gewesen. Mit offenen Augen, ehrlicher Meinung und der Motivation, genau das aufzuschreiben. Denn genau dafür gibt es daddyhero. Für echte Eindrücke. Ohne Hochglanzfilter. Dafür mit Haltung.
Und nächstes Jahr?
Ich komme wieder. Aber mit noch klarerer Erwartung, wer wirklich Lust auf Dialog hat.
